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Tief gespalten: Ausschreitungen nach Maduros Wahlsieg in Venezuela

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Tief gespalten: Ausschreitungen nach Maduros Wahlsieg in Venezuela

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Nach dem hauchdünnen Wahlsieg von Nicolás Maduro bleibt die Bevölkerung Venezuelas tief gespalten. In Caracas ging die Polizei mit Tränengas gegen Studenten vor, die teils gewaltsam gegen das Ergebnis der Wahl demonstierten.

Die Opposition um Herausforderer Henrique Capriles drängt auf eine Neuauszählung der Stimmen, da es bei der Wahl zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. “Wer es so eilig hat, sich selbst zum Gewinner zu erklären, der ist kein rechtmäßiger Präsident. Venezuela und der Rest der Welt werden Dich anprangern”, sagte Capriles bei einer Kundgebung.

Die zuständige staatliche Wahlkommission hatte Maduro am Montag offiziell zum Sieger erklärt. Seine Amtszeit wird sechs Jahre dauern. Maduro selbst wirft der Opposition vor, die Wähler gegen ihn aufgebracht zu haben: “Das war kein Wahlkampf, das war Krieg. Sie haben Ihren Wählern Hass gepredigt und nun sind sie bereit zu töten.”

Maduro war am Sonntag mit einer knappen Mehrheit von 50,8 Prozent zum Nachfolger seines politischen Ziehvaters Hugo Chávez gewählt worden. Nach dessen Tod Anfang März hatte Maduro die Staatsgeschäfte bereits als Interimspräsident geführt.