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Autokäufe: Europäer stehen auf der Bremse

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Autokäufe: Europäer stehen auf der Bremse

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Im März haben die Europäer 1,3 Millionen Autos gekauft, so der europäische Branchenverband ACEA – das sind gut 10 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Seit eineinhalb Jahren stehen die EU-Bürger nun schon auf der Bremse, die Neuzulassungen fallen und fallen und fallen.

Und das nicht nur in den Krisenländern: Deutsche Autokäufer unterschrieben rund ein Sechstel weniger Kaufverträge für Neuwagen. Die Krise ist im Norden Europas angekommen – für den Analysten Frank Schwope von der NordLB auch Folge von Abwrackprämien und vorgezogenen Käufen in vielen Ländern zu Anfang der Finanzkrise.

Das könnte erklären, warum die Absatzzahlen Anfang 2010 nach oben schnellten, um dann weiter abzustürzen.

Europa kauft etwa ein Fünftel der weltweiten Autoproduktion – exportstarke Hersteller wie BMW, Mercedes und Audi konnten den Käuferstreik zum Teil ausgleichen. VW, europäischer Marktführer mit fast einem Viertel Marktanteil, verkaufte neun Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Peugeot Citroen, Renault oder Opel produzieren in Europa für Europa – bei ihnen sind die Einbrüche zweistellig.

Laut Verband ACEA hängen zwei Millionen Jobs in Europa direkt von der Autoindustrie ab, davon jeder dritte in Deutschland. Kommen fünfmal so viele indirekt dort Beschäftigte dazu – jeder zehnte europäische Arbeitsplatz.

Mit Reuters, dpa

Zwei Millionen Jobs in Europa…

… hängen laut Autohersteller-Verband ACEA direkt von der Autoindustrie ab, davon jeder dritte in Deutschland. Kommen fünfmal so viele indirekt von der Branche Beschäftigte dazu – jeder zehnte europäische Arbeitsplatz.