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Betrugsverfahren gegen Implantathersteller

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Betrugsverfahren gegen Implantathersteller

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In Frankreich hat ein Strafverfahren gegen den Hersteller minderwertiger Brustimplantate begonnen. Das französische Unternehmen Poly Implant Prothèse/PIP hatte jahrelang mit billigem Industriesilikon gefüllte Implantate verkauft.
In Marseille wurde nun das Verfahren wegen schwerer Verbrauchertäuschung und Betrugs eröffnet. Angeklagt sind Firmenchef Jean-Claude Mas sowie vier seiner Mitarbeiter.

Eine betroffene Frau/Patientin:“Man hat uns betrogen! Wir hatten eine angemessene medizinische Betreuung erwartet, unser Leben in ihre Hände gelegt und man hat uns betrogen. Das ist beängstigend!”. Eine andere ergänzt:“Ich bekam eine Depression,- es war hart. Ich hatte sogar Krebs.”

Begonnen hatte der skandal bereits 2009:
Chirurgen kritisierten die Reißanfälligkeit der
PIP-Implantate. Rund 20 Frauen erkrankten an Krebs. 2011 empfahlen die französischen Behörden dann 30.000 Frauen eine vorsorgliche Entfernung ihrer Implantate.