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Boston in Trauer

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Boston in Trauer

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Während die Einsatzkräfte mit Hochdruck ermitteln, steht die Bevölkerung von Boston noch immer unter Schock. Am Dienstag brachten Trauernde Blumen in die Nähe des Anschlagsortes an der Boylston Street, um der Toten und Verletzten zu gedenken.

Bei vielen Besuchern wecken die Ereignisse von Montag schmerzhafte Erinnerungen. “All das erinnert mich sehr an den 11. September. Ich dachte daran, dass ich damals sehr jung war und ich den Ernst der Lage nicht verstand. Jetzt bin ich erwachsen, und dass das in meiner Stadt passiert, bricht mir das Herz”, so Isabelle Atkinson.

Am kommenden Samstag finden auch in London und Hamburg große Wettläufe statt. Die Sicherheitsvorkehrungen in der britischen Hauptstadt wurden noch einmal überprüft. Der deutsche Marathonläufer Thomas Sperling will sich auch in Zukunft nicht einschüchtern lassen: “Ich glaube nicht, dass wir uns aufhalten lassen sollten von solchen Dingen. Es ist natürlich furchtbar, was dort passiert ist und was natürlich auch immer wieder passieren kann. Aber ich bin eigentlich da ganz zuversichtlich, dass wir das auch überwinden werden.”

In den Krankenhäusern von Boston werden noch immer 170 Anschlagsopfer behandelt. 17 von Ihnen schweben in Lebensgefahr. Nach Angaben eines Klinikarztes hätte die Zahl der Toten weit höher liegen können. Die Krankenhäuser seien gut auf den Marathon vorbereitet gewesen.

Euronews-Korrespondent Stefan Grobe berichtet aus Boston: “Am Tag nach den tödlichen Bombenanschlägen versuchen die Menschen in Boston zu verstehen, was passiert ist. Für viele ist die Ruhe nach den Anschlägen vom 11. September nun vorbei. Einmal mehr fragen sich die Amerikaner: Warum nur hasst man uns so sehr?”