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Neue Gesprächsrunde zwischen Serbien und dem Kosovo

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Neue Gesprächsrunde zwischen Serbien und dem Kosovo

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Serbien und das Kosovo haben in Brüssel die Gespräche über eine Normalisierung ihrer Beziehungen fortgesetzt. Es ist die neunte Verhandlungsrunde zwischen dem serbischen Regierungschef Ivica Dacic und seinem Kollegen Hashim Thaci, die von der EU vermittelt wird. Beide Seiten stehen unter Zeitdruck. Können sie sich nicht einigen, dürfte sich die gewünschte Annäherung an die Europäische Union weiter verzögern. Die jüngste Gesprächsrunde Anfang des Monats war gescheitert. Die Regierung in Belgrad erkennt ihre frühere Provinz Kosovo nach wie vor nicht als Staat an. Heftig umstritten ist vor allem, wie viel Autonomie den im Norden des Kosovos lebenden Serben zugestanden werden soll. “Niemand in der EU will ein zweites Zypern haben”, so die Berichterstatterin des Europaparlaments, Ulrike Lunacek. “Selbst jene, die den Serben näher stehen, wünschen kein Land mit offenen Grenzfragen.” Die EU will im Juni entscheiden, ob sie Serbien ein Datum für den Beginn für Beitrittsverhandlungen nennen und ob sie mit dem Kosovo ein Assoziierungsabkommen aushandeln kann.