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Noch keine heiße Spur nach Bombenanschlag in Boston

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Noch keine heiße Spur nach Bombenanschlag in Boston

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In Boston haben viele Menschen Flaggen, Blumen und Botschaften für die drei Toten an dem Ort hinterlegt, wo die zwei Bomben während des Marathons explodiert sind. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt. Die Ermittler sprechen von Bomben, die quasi jeder Hobbybastler in seiner Kellerwerkstatt hätte zusammenbauen können.

Studentin Kristin Knouse sagt: “Ich bin beeindruckt, wie ganz Boston zusammenhält und auch von der Unterstützung die wie aus dem Ausland bekommen. Es tut gut, hierher zu kommen und zu sehen, was die Menschen hierher gebracht, um ihrem Mitgefühl Ausdruck zu geben.”

Ingenieur Stephen Minehan meint: “Ich fühle mich sicher. Ich werde mein Leben nicht verändern. Ich werde auch nächstes Jahr zum Marathon hier sein. Dieses Jahr konnte ich zwar aus beruflichen Gründen nicht dabei sein, und es war gut so, aber ich fühle mich trotzdem sicher.”

Bislang haben die Ermittler noch keine heiße Spur.
Die Bandbreite möglicher Täter und Motive sei groß, sagt das FBI. Die Polizei hat mehr als 1000 Ermittler aus 30
Bundesstaaten zusammengezogen, um Spuren auszuwerten. Dazu zählen nicht nur die Überreste der Bomben, sondern auch all die Fotos und Videos, die während des Marathonlaufes entstanden.

Euronews-Washington-Korrespondent Stefan Grobe erklärt:
“Jeder Bombenbauer hinterlässt seine Unterschrift, etwa durch die Art, wie er Drähte schneidet, wie er die einzelnen Bausteine zusammenfügt und so weiter. Die Ermittler hoffen, dass zum Beispiel die benutzten Schnellkochtopfdeckel wichtige Hinweise auf den oder die Täter geben können. Im Moment hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt.”