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Staatsfinanzen: Wettrennen Hase gegen Igel zwischen Paris und Berlin

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Staatsfinanzen: Wettrennen Hase gegen Igel zwischen Paris und Berlin

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Milliarden-Überschüsse hier, verspäteter Defizitabbau dort: Die Kluft zwischen Deutschland und Frankreich wird auch bei den Staatsfinanzen immer größer. Frankreichs Präsident François Hollande hat ein OECD-Forum zur Wirtschaftskrise für einen Appell über den Rhein hinweg genutzt. Was er will: Gemeinsame Ziele und Strategien in Energie, Transport oder Infrastruktur. Wenn schon nicht in allen 27, 28 EU-Ländern, dann zumindest doch mit Deutschland.

François Hollande:

“Was ich vorschlage, ist eine Politik der ernsthaften Haushalte. Ja, die Wettbewerbsfähigkeit muss wieder hergestellt werden. Aber Wachstum muss auch sein. Und dafür brauchen wir eine Neuausrichtung der Prioritäten der Europa.”

Gleichzeitig musste die Regierung in Paris ihre
Wachstumserwartungen für 2013 kräftig nach unten korrigieren – von 0,8 Prozent auf nahe null. Die öffentliche Schuldenlast steigt auf knapp 94 (bisher angenommen: 91,3) Prozent der Wirtschaftsleistung.

Der deutsche Staat werde ab 2016 schwarze Zahlen schreiben, hofft dagegen die Bundesregierung. Ein Jahr später soll außerdem der Schuldenstand von zur Zeit über 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes unter die 70-Prozent-Marke fallen.

Und der Verbraucher sei inzwischen beim Gürtel -Engerschnallen im Alltag angekommen, sagt der Marktforscher.

Alain Couttolenc, Geschäftsführer Nielsen Watch Europe:

“Die großen Schnitte sind gemacht, jetzt sind die kleinen dran.”

“Wir wünschen Frankreich natürlich Erfolg, weil Frankreich einfach wichtig ist für die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Europa sollte sich aber nicht wegen verschleppter Strukturreformen in der Weltwirtschaft abkoppeln lassen.

Mit dpa, AFP