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Venezuela: Beide Lager nach der Wahl mehr denn je verfeindet

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Venezuela: Beide Lager nach der Wahl mehr denn je verfeindet

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Sieben Tote hat es bei den Unruhen in Venezuela gegeben, dazu viele Verletzte und Festgenommene. Beide Lager in der venezolanischen Politik machen sich dafür nun gegenseitig verantwortlich.

Auslöser für die Unruhen war der äußerst knappe Sieg von Nicolás Maduro bei der Präsidentenwahl. Seine Gegner riefen daraufhin zu Protesten und für heute zu einer Kundgebung auf.

Maduro hat diese Kundgebung aber verboten, seine Gegner haben sie inzwischen auch abgesagt. Wenn sie ihn stürzen wollten, sagt Maduro, dann
sollten sie kommen, er warte darauf, zusammen mit dem Volk und der Armee.

Seine Gegner um Henrique Capriles Radonski verlangen, dass alle Stimmen nachgezählt werden: Capriles kam bei der Wahl auf 49 Prozent, eine denkbar knappe Niederlage – obwohl Maduro der erklärte Wunschnachfolger des verstorbenen Hugo Chávez war.

Statt die Stimmen nachzuzählen wolle die Regierung lieber ein Gewaltproblem, eine Konfrontation, sagt Capriles. Das wolle sie der Welt vorführen und müsste dann auf die Forderungen der Opposition gar nicht mehr eingehen.

Maduro wirft seinen Gegnern inzwischen vor, sie wollten ihn mit einem Staatsstreich stürzen. Capriles wiederum spricht davon, Maduros Anhänger hätten seine geplante Kundgebung heute infiltrieren wollen, um Gewalt zu provozieren. Am Freitag will Maduro seinen Amtseid ablegen.