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Eine Mondbasis aus dem 3-D-Drucker

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Eine Mondbasis aus dem 3-D-Drucker

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Der Mond liegt wieder voll im Trend. Die Europäische Weltraumagentur ESA testet, ob und wie eine Mondbasis direkt aus lunaren Materialien per 3-D-Druck hergestellt werden kann.

Zusammen mit dem Architekturbüro Foster + Partners arbeitet der italienische Ingenieur Enrico Dini an diesem Projekt. Dini hat den D-Shape entwickelt, den größten 3-D-Drucker der Welt. Laut seinem Erfinder ist er in der Lage, eine Art Instant-Sandstein zu drucken, der haltbarer als Beton ist und keine Stahlarmierung braucht.

Enrico Dini:

“Der 3-D-Drucker arbeitet nach einem sehr einfachen Prinzip. Es ist eine Maschine, die sehr dünne Schichten Sand, die jeweils nur fünf Millimeter dick sind, freigibt, und sie mit einem Bindemittel – eine Art von Salzwasser – besprüht, die den Sand nur in den Formen eines Objektabschnittes zementiert.”

Das Ziel ist es, den Mondsand als Baustoff zu nutzen, denn es wäre viel zu teuer, die Baumaterialien von der Erde zu bringen.

Xavier De Kestelier, Foster + Partners:

“Es gibt eine solide, harte Schale, ein zylindrisches Element, das von der Erde kommt. Darum herum ist ein aufblasbarer Druckkörper. Und rund um diese aufblasbare Struktur setzen wir jetzt kleine Roboter ein, Roboter wie diese, die um diesen Körper ausdrucken. Und dadurch entsteht die Außenschale, die Struktur, die sie schützt, vor allem vor Solar- und Gammastrahlung sowie vor Meteoriteneinschlägen.”

Viele Nationen sind stark an der Rückkehr zur bemannten Raumfahrt interessiert, denn die Reise zum Mond ist eine Generalprobe für die Erforschung des Mars.