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Nach Schüssen auf Migranten: "Wir dürfen nicht mehr wegschauen"

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Nach Schüssen auf Migranten: "Wir dürfen nicht mehr wegschauen"

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Nach den Schüssen auf ausländische Feldarbeiter in Griechenland haben Gewerkschafter und Mitglieder der kommunistischen Partei in Athen für einen besseren Schutz der Arbeiter demonstriert. Die Regierung verurteilte die Tat zwar als unmenschlich, das reichte den Teilnehmern der Kundgebung allerdings nicht aus.

Nikos Papageorgiou von der kommunistischen Partei sagte: “Wir dürfen unsere Augen nicht länger davor verschließen, wir dürfen nicht mehr so tun, als sähen wir solche Dinge nicht. Wir müssen gemeinsam gegen eine Politik vorgehen, die sich gegen die Arbeiter richtet.”

Tausende Migranten, viele von ihnen aus Bangladesch, arbeiten in Griechenland für teils niedrige Löhne in landwirtschaftlichen Betrieben. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Besitzern.

So auch jetzt: Im Ort Manolada brach ein Streit zwischen gut 200 Migranten und drei Vorarbeitern aus, es ging um die Bezahlung. Einer der Vorarbeiter schoss mit einem Jagdgewehr auf die Arbeiter. 28 von ihnen wurden verletzt, acht schwer. Die Polizei nahm einen der Vorarbeiter und den Besitzer der Plantage fest.