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Präsidentenwahl in Italien bleibt spannend

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Präsidentenwahl in Italien bleibt spannend

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Noch hat Italien keinen neuen Staatspräsidenten. Aus den ersten zwei Wahlgängen ist kein Sieger hervorgegangen. Der frühere Senatspräsident Franco Marini ist an der Zweidrittelmehrheit gescheitert. Er war zuvor als Favorit gehandelt worden. Die Unterstützung der Demokratischen Partei und der rechtskonservativen Partei schien ihm sicher.

Marini musste jedoch eine herbe Niederlage einstecken. Ihm wurde die Spaltung der Demokratischen Partei PD zum Verhängnis. Die Anhänger von PD-Chef Pier Luigi Bersani hielten ihm die Stange, doch die Gruppe um den Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi, stimmte für Stefano Rodota, den Kandidaten der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung. Er schnitt überraschend gut ab. Die Karten sind somit neu gemischt.

An diesem Freitag wollen viele Abgeordnete erst beim vierten Durchgang wieder abstimmen. Erst dann reicht die absolute Mehrheit. Spekulationen zufolge ist Marini raus aus dem Rennen und soll nun ersetzt werden. Bersani sprach von einer neuen Phase, es sei an der Partei neue Vorschläge zu machen.

Vor dem Parlament demonstrierten Linke gegen Marini. Sie wollen vor allem nicht, dass sich Bersani mit dem früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf einen Kandidaten einigt. Das käme ihnen zufolge einem Todeskuss gleich.