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USA: Attentate an Jahrestagen von Attentaten

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USA: Attentate an Jahrestagen von Attentaten

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Großfeuer in Texas. Es brennt im Ort West eine Fabrik für Düngemittel. Solche Chemikalien eignen sich zum Bau von Bomben mit großer Sprengkraft. Die Anleitungen findet man leicht im Internet. Und die Zutaten sind – da normale Materialien für die Landwirtschaft – in jeder Menge frei verkäuflich. Der Ort des Geschehens wie das Datum wecken merkwürdige Erinnerungen. Der Ort liegt in der Nähe von Waco.
Dort sah man im Februar 1993 auch solch ein Großfeuer. Damals wollte eine für die Einhaltung der Gesetze zu Waffen, Sprengstoff, Tabak und Alkohol zuständige Bundesbehörde auf dem Gelände einer Sekte eine Kontrolle durchführen. Die Sekte verweigerte den Bundesbeamten zunächst den Zutritt. Dann wurde geschossen. Es endete nach 51 Tagen Belagerung in einer regelrechten Schlacht mit 82 Toten, darunter 21 Kinder. Zu den Jahrestagen: Am 17. April erfolgte 2013 die Explosion in West, am 19. April 1993 brannte es in Waco. Am 19. April 1995 detonierte ein mit 2,4 Tonnen Ammoniumnitrat beladener Lieferwagen vor dem Gebäude einer Bundesbehörde in Oklahoma, in dem sich auch ein Kindergarten befand. 168 Tote, darunter 19 Kinder. Als Täter wurde ein rechtsextrem ausgerichteter Golfkriegsveteran ermittelt. Weitere merkwürdige Zusammenhänge: 1993 wie 2013 versuchte ein demokratischer Präsident die vielen Waffen in Privatbesitz per Gesetz besser zu kontrollieren. Im Februar 1993 hatte sich Bill Clinton mit dem sogenannten “Brady bill” den Zorn der Waffennarren zugezogen. Das ist das bis heute schärfste Waffenkontrollgesetz. Es verlangt, dass wegen krimineller Taten oder psychischer Probleme auffällig gewordene Personen überprüft werden müssen, ehe ihnen eine Waffe verkauft werden darf. Wie sein Parteifreund Bill Clinton bemüht sich auch Präsident Barack Obama mit aller Kraft um ein Abrüstungsprogramm im privaten Umfeld der Amerikaner. Diese Runde hat er verloren. Nachdem sein Vorschlag im Senat abgewiesen wurde, sagte er: “ Dies ist ein beschämender Tag für Washington. Aber der Kampf ist noch nicht zuende. Ich möchte dem amerikanischen Volk ganz klar sagen: wir können bedeutende Veränderungen erreichen, um die Waffengewalt zu reduzieren.”