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Durchbruch bei Serbien-Kosovo Verhandlungen

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Durchbruch bei Serbien-Kosovo Verhandlungen

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Die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo, Ivica Dacic und Hashim Thaci, haben am Freitag in Brüssel ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen ihrer Länder paraphiert.
Das Abkommen war von der Hohen Beauftragten der EU-Außenpolitik, Baronin Ashton, erarbeitet worden. Anschließend erklärte sie:

“Ich möchte den beiden Regierungschefs gratulieren, für ihre Entschlossenheit in den vergangenen Monaten, und für den Mut, den sie bewiesen haben. Das ist ein wichtiger Schritt weg von der Vergangenheit und hin zu Europa.”

Ashtons Europäischer Auswärtiger Dienst wollte den Wortlaut des Abkommens zunächst nicht veröffentlichen.

Erste Reaktionen aus Serbien und Kosovo zu den Einzelheiten waren denn auch widersprüchlich.

Zuletzt war vor allem der Status der serbischen Minderheit im Nordkosovo umstritten gewesen.

Vor 14 Jahren wurde noch um die damalige serbische Provinz Krieg geführt, vor fünf Jahren erfolgte die Unabhängigkeitserklärung Kosovos.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, die Einigung werde es dem EU-Gipfel vom Juni ermöglichen, “Entscheidungen über die nächsten Schritte auf dem europäischen Weg Serbiens und des Kosovo zu treffen.”