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Warschau erinnert an Ghetto-Aufstand vor 70 Jahren

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Warschau erinnert an Ghetto-Aufstand vor 70 Jahren

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Es war ein tapferer aber aussichtsloser Kampf: Vor 70 Jahren begann der Aufstand im Warschauer Ghetto. Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski würdigte den Aufstand als “heroischen Kampf um Menschenwürde und Menschenrecht.”

Zu den Gedenkfeiern kamen auch zwei überlebende Kämpfer. Der 89-jährige Simcha “Kazik” Ratajzer-Rot erzählt, wie es zu der Rebellion kam: “Wir wussten, dass uns allen das gleiche Ende bevorsteht. Wir waren fest entschlossen und das gab uns die Kraft für den Aufstand. Wir wollten die Art zu sterben selbst wählen. Das war alles.”

Im April 1943 lebten im Ghetto nur noch 50.000 Menschen von den einst 350.000 jüdischen Einwohnern der polnischen Hauptstadt.

Jüdische Aufständische kämpften knapp einen Monat gegen die zahlenmäßig überlegenen Deutschen. Die meisten der überlebenden Kämpfer und Zivilisten wurden vor Ort erschossen oder in Vernichtungslager deportiert.