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"Wenn Gas- und Ölpreise sinken, sind Russlands Probleme wieder da"


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"Wenn Gas- und Ölpreise sinken, sind Russlands Probleme wieder da"

Russlands Wirtschaft wächst immer langsamer – 2012 waren es 3,4 Prozent, ein Viertel weniger als im Jahr zuvor und der schwächste Wert seit 2009. Was tun ?

Dies ist eines der Themen des jährlichen Internationalen Forums Russia-2013, organisiert von der größten russischen Bank Sberbank (18-19 April).

Jean Michel, Standard & Poor’s:

“Wenn die Rohstoffpreise sinken, besondere die Gas-und Ölpreise, dann nimmt das die russische Wirtschaft mit. Und mit einem Mal sind strukturelle Probleme und die mangelnde Diversifizierung wieder da.”

Die Hälfte des russischen Haushalts stammt immer noch aus Öl und Gas.

2013 soll es noch langsamer aufwärts gehen – Analysten rechnen mit 2,5 Prozent Wachstumsrate. Gleichzeitig übertrifft der Kapitalabfluss bereits die Prognosen des Wirtschaftsministeriums. Die Zypernkrise hat die gewohnten Geldströme unterbrochen.

Ruben Vardanyan, Sberbank:

“Ein richtige Diagnose ist sehr wichtig. Es beruhigt Investoren, wenn die Regierung die Lage im Land richtig einschätzt und und notwendigen Schritte unternimmt, um sie zu ändern. Ich denke, der “ Weckruf “ im ersten Quartal ist sehr guter Ausgangspunkt für Gegenmaßnahmen.”

Die Probleme sind wohl bekannt. Ausländische wie russische Unternehmen nennen Korruption, einen schwachen Rechtsstaat, die schlechte Infrastruktur. Im Weltbank-Rating “Doing Business 2013” ging es für Russland zwar aufwärts. Aber nur bis zu Platz 112, von 180 – zwischen Costa Rica und El Salvador.

Natalia Marshalkovich, euronews:

“Russland ist nach wie vor ein riesiger Markt, reich an Ressourcen. Aber selbst hohe Rohstoffpreise können nicht länger über die strukturellen Probleme der Wirtschaft hinwegtäuschen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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