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IWF: Europa stottert als Motor für die Weltwirtschaft

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IWF: Europa stottert als Motor für die Weltwirtschaft

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Proteste von Globalisierungsgegnern blieben diesmal aus – lediglich ein paar Äthiopier demonstrierten bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington gegen die Geldpolitik gegenüber ihrem Land.

Im Konferenzzentrum sorgte sich unterdessen der Lenkungsausschuss des IWF um die schwache Konjunktur in Europa und die ungleichmäßige Erholung der Wirtschaft in der Welt.

IWF-Chefin Christine Lagarde warnte, dass Europa bei seiner Erholung immer mehr hinter den USA und den Schwellenländern zurückbleibe. Das Gegenmittel: Jobs. Lagarde verwies darauf, dass jeder Politiker auf die Schaffung von Jobs aus sei, vor allem für die jungen Leute, und dass jedwede Maßnahme gefragt sei, die erfolgreich Arbeitsplätze schaffe.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble macht sich über große Wachstumsraten keine Illusionen und erklärte in Washington, dass Europa in den nächsten Jahren kein starker Konjunkturmotor für die
Weltwirtschaft werde.

Der IWF-Lenkungsausschuss fordert, das Wachstum in der Eurozone anzukurbeln, den Banksektor weiter zu reparieren und Reformen für mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze umzusetzen.

Das Fazit unseres Washingtoner Korrespondenten: “Die Hauptbotschaft dieser Frühjahrstagung ist: Es gibt keine Wunderwaffe oder eine einzige weltweite Lösung, um die selbstverschuldeten Probleme anzugehen. Am meisten gebraucht wird aber Vertrauen und Vorhersagbarkeit. Die Märkte müssen erkennen, dass die Politik auf dem richtigen Weg ist.”