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Mutmaßlicher Bombenleger kann nicht sprechen - Motiv weiter ein Rätsel

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Mutmaßlicher Bombenleger kann nicht sprechen - Motiv weiter ein Rätsel

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Nach fünf Tagen Ausnahmezustand kehrt in Boston langsam wieder Ruhe ein. Der überlebende mutmaßliche Attentäter liegt schwer verletzt im Krankenhaus und kann wegen Wunden an der Zunge nicht sprechen. Das Motiv hinter dem Anschlag bleibt unklar. Sollte das Bundesrecht in seinem Fall angewendet werden, droht ihm die Todesstrafe.

Nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd war er am Freitagabend in einem Garten im Vorort Watertown gefasst worden.

“Wir haben uns die ganze Zeit sicher gefühlt”, berichtet eine Anwohnerin. “Ich wurde nur einmal nervös beim automatischen Schnellfeuer, als sie dem Verdächtigen signalisieren wollten, dass sie ihn umzingelt haben.”

“Ich hatte Angst, denn man wusste nicht, wo der Typ ist. Ich hatte nur das beunruhigende Gefühl, dass er in der Nähe ist, und das war kein Spaß.”

Der in den USA eingebürgerte 19-jährige Tschetschene hatte sich nach einer Schießerei mit den Fahndern verletzt in einem abgedeckten Boot versteckt, der Hausbesitzer wurde durch Blutspuren aufmerksam und rief die Polizei. Diese geht bislang davon aus, dass es sich bei den beiden Brüdern um Einzeltäter handelte, sucht aber dennoch weiter nach möglichen Helfern.

Der ältere Bruder war am Freitag bei der Verfolgung erschossen worden. Die USA hatten ihn auf Anfrage Russlands schon vor zwei Jahren wegen Verdachts auf islamistische Radikalisierung verhört.