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Boeing rüstet feuergefährliche "Dreamliner"-Batterien nach

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Boeing rüstet feuergefährliche "Dreamliner"-Batterien nach

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Nach drei Monaten Zwangspause kann Boeings Super-Flugzeug 787 “Dreamliner” bald wieder in die Luft gehen. Die US-Flugaufsicht (FAA) hat eine neue Batteriekonstruktion genehmigt, die künftig Brände verhindern soll.

In fünf 787 Jets von All Nippon Airways werden neue Batterien installiert. Sie sollen womöglich in etwa einer Woche wieder fliegen.

Eine endgültige Richtlinie, die dem Langstreckenflieger die Rückkehr in den
Liniendienst erlaubt, soll kommende Woche veröffentlicht werden.

Die Flugaufseher hatten Mitte Januar nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei Batterien von zwei “Dreamlinern” ein Startverbot verhängt.

Jetzt sollen die einzelnen Zellen der Lithium-Ionen-Batterie werden jetzt besser voneinander
abgeschottet werden, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu bannen. Bei einem Versagen soll ein Edelstahl-Gehäuse verhindern, dass Feuer ausbricht.

Airbus verwendet bei seinem “Dreamliner”-Konkurrenzmodell A350 weniger leistungsfähige, aber auch weniger feuergefährliche herkömmliche Nickel-Cadmium-Akkus.

Schon die Erstauslieferung des “Dreamliner” hatte sich bereits mehr als drei Jahre verspätet, wegen Problemen mit den verwendeten Verbundwerkstoffen.

Bevor die nachgerüsteten “Dreamliner” wieder fliegen dürfen, muss jede einzelne Maschine von der FAA abgenommen werden, so die Behörde.
Und die Startfreigabe gilt zunächst nur für die Vereinigten Staaten, wo einzig United Airlines den “Dreamliner” betreibt. Andere Flugsicherheitsbehörden bekommen die nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt und müssen dann jeweils grünes Licht geben. Etwa die Hälfte der 50 bislang ausgelieferten “Dreamliner” ist bei japanischen Airlines im Einsatz, 840 Jets sind bestellt.

Mit dpa, Reuters