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Brüssel für EU-Verhandlungen mit Belgrad und Pristina

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Brüssel für EU-Verhandlungen mit Belgrad und Pristina

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Die Europäische Kommission hat den Regierungen der Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, mit Serbien Verhandlungen über einen Beitritt zur EU zu beginnen. Ein entsprechendes Papier legte Erweiterungskommissar Stefan Füle den EU-Außenministern bei ihrem Treffen in Luxemburg vor. Serbien und Kosovo hätten bewiesen, dass sie nicht länger in der Vergangenheit verhaftet sondern der Zukunft zugewandt seien, so Füle. Der Erweiterungskommissar schlug auch Verhandlungen mit dem Kosovo über ein Assoziierungsabkommen mit der EU vor. Die Kommission reagierte damit auf das am vergangenen Freitag ausgehandelte Abkommen, mit dem Belgrad und Pristina ihre Beziehungen normalisieren wollen. Dessen Umsetzung sei nicht einfach, sagte der schwedische Außenminister Carl Bildt, doch einen Weg zurück gebe es nicht. Der Rubicon sei überschritten, selbst wenn die Umsetzung der Details des Abkommens noch Zeit in Anspruch nehmen werde. Die Zustimmung des Parlaments in Belgrad steht noch aus. Jenes in Pristina hat bereits zugestimmt. “Alle bezeichnen das Abkommen als einen historischen Durchbruch”, so unser Korrespondent Andrej Beketow. “Doch wenn es Belgrad und Pristina nicht gelingt, auch die Nationalisten auf beiden Seiten von dem Abkommen zu überzeugen, und wenn dieses nicht umgesetzt wird, wird beiden Ländern die Türe zur EU verschlossen bleiben.”