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Der steinige Weg zum Traumjob: "Such dir Hilfe"


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Der steinige Weg zum Traumjob: "Such dir Hilfe"

Raus aus der Uni, rein in den Job. Leider ist es nur selten so einfach. In vielen Ländern Europas herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, und statt nach oben scheint es für viele Absolventen erst einmal nach unten zu gehen.

Die Jobsuche ist arbeitsintensiv und sie verunsichert viele Menschen. Wie also können gerade junge Leute in Zeiten der Krise den Beruf ergreifen, von dem sie geträumt haben?

Diese Frage beschäftigt auch viele der Studenten am Trinity College in Dublin. Die Jugendarbeitslosigkeit in Irland liegt bei um die 30 Prozent.

Was wollen Arbeitgeber?

Sean Gannon, Berufsberater am Trinity College: “Zuallererst muss man sehr genau wissen, was der Traumjob ist und welche Fähigkeiten er verlangt. Das zweite ist es wohl, sich über die Rolle der sozialen Netzwerke bei der Jobsuche klarzuwerden und die Möglichkeiten, die Twitter, LinkedIn und so weiter bieten, als Teil der Jobsuche auszuschöpfen.”

Ronan Kelly ist 24 Jahre alt, er hat einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und sucht nun aktiv nach seinem Traumjob.

Kelly: “Den ganzen Tag auf Jobbösen zu suchen, ist schrecklich, das macht keinen Spaß, es ist hart. Viele Unternehmen sagen einem nicht mal, wenn man abgelehnt wurde oder aus welchem Grund.”

Wonach aber suchen Arbeitgeber?

Sean Gannon: “Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass Arbeitgeber nicht so sehr auf die Ausbildung an sich schauen, sondern mehr auf die Einstellung von Bewerbern. Sie suchen Leute, die bereit sind, ständig weiterzulernen. Man kommt also in ein Unternehmen, eignet sich an, was dort gefordert wird, aber man ist auch offen für Weiterbildungen, für eine Weiterentwicklung.”

Türöffner Auslandspraktikum

Mags Foran, 24 Jahre alt, hat einen Abschluss in Marketing. Sie ist sicher, ihren Traumjob im Ausland zu finden – wie Tausende anderer junger Iren.

Foran: “Ich konzentriere mich bei meiner Jobsuche hauptsächlich auf Großbritannien, und im Moment konkret auf London. Dort gibt es mehr Jobs und mehr Arbeitsvermittlungen, die einem dabei helfen, die Karriere zu starten, die man beginnen will.”

Damit sie ihren Traumjob bekommt, tut Mags alles, um ihren Lebenslauf auszubauen. Sie hat an ein Praktikum gemacht, das vom Leonardo-Programm der EU gefördert wurde. So konnte sie sich weitere Kenntnisse in den Bereichen Unternehmertum und Kommunikation aneignen. Das Praktikum wurde von dem Unternehmen Irish Education Partners organisiert, das die Bedeutung speziell von Auslandspraktika hervorhebt.

Karen Henry (IEP): “Wer bereits in einem anderen Land gearbeitet hat, zeigt, dass er mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zusammenarbeiten kann, und in anderen Sprachen. Selbst, wenn es nur Englisch ist, muss man die Fähigkeit haben, auf internationaler Ebene zu kommunizieren. Und das lernen die Menschen, wenn sie ein Praktikum im Ausland machen.”

“Such dir Hilfe”

Die Suche nach dem Traumjob ist ermüdend, lang und oft einsam. Ronan Kelly hat seine ganz eigene Überlebensstrategie.

Kelly: “Einfach Hilfe suchen. Auf keinen Fall sollte man rumsitzen und sagen, warum bekomme ich nichts und es zu einem persönlichen Problem zu machen. Man muss mit jemandem darüber reden und herausfinden, was getan werden kann, um einen bestimmten Job zu bekommen. Viele Stellen werden betriebsintern vergeben, sie werden öffentlich nicht bekannt. Man könnte also genau die Person sein, die sie suchen, aber sie wissen nichts von einem. Also, man kann nie wissen.”

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