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Erdbeben in China: Hilfe kommt nur langsam voran

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Erdbeben in China: Hilfe kommt nur langsam voran

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In China kämpfen sich sie Rettungsarbeiter langsam zu den Erdbebenopfern durch. Teilweise versuchen sie sich ihren Weg mit Dynamit freizusprengen.

Die Einsatzkräfte müssen oft zu Fuß Werkzeug, Lebensmittel und Medikamente zu den verschütteten Bergdörfern bringen. Mehr als 18.000 Soldaten sind im Einsatz. Herbeigeeilte freiwillige Helfer werden allerdings zum Problem, denn sie blockieren die Straßen und haben kein Essen und Wasser für sich selbst mitgebracht.

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,6 waren am Samstag in der Provinz Sichuan mindestens 180 Menschen getötet und mehr als 11.000 weitere verletzt worden.

Im Landkreis Lushan stehen viele Überlebende immer noch unter Schock. Jene, die noch ein Dach über dem Kopf haben, trauen sich wegen der zahlreichen Nachbeben nicht zurück in ihre Häuser. Die 72-jährige Sun Shuhui sagte: “Wir sind jetzt auf die Lebensmittelverteilung angewiesen. Wenn ich etwas ergattere, teile ich es mit meiner Familie, wenn nicht, bleiben wir hungrig.”

In dem Hof eines örtlichen Krankenhauses, das bei dem Beben zerstört wurde, werden Menschen mit leichten Verletzungen behandelt. Ernstere Fälle werden in die Provinzhauptstadt geschickt. Es mangelt an Wasser und viele fürchten den Ausbruch von Seuchen.

Weiterführender Link:

UN-Bericht zum Erdbeben (pdf-Dokument)