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Myanmar: Menschenrechtler werfen Buddhisten Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor


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Myanmar: Menschenrechtler werfen Buddhisten Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Myanmar im Jahr 2012. Im Bundesstaat Rakhine kommt es zu massiver Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya. Verübt von Anwohnern mit Rückendeckung buddhistischer Mönche und Sicherheitskräfte. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den mutmaßlichen Verantwortlichen jetzt Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen vorgeworfen. Gleichzeitig rief die Organisation die EU auf, die Sanktionen gegen das Land nicht wie geplant aufzuheben.

Der stellvertretende HRW-Asiendirektor Phil Robertson meinte, der Schritt käme zu früh, er würde den Einfluss der EU auf die Regierung in Myanmar schwächen. Die EU würde also Maßnahmen zurückziehen, die die derzeitigen Fortschritte bei Menschenrechten in dem Land überhaupt erst gefördert hätten.

Gut 125 000 Muslime flohen vergangenes Jahr, so Human Rights Watch, die Sicherheitskräfte hätten nichts gegen die Gewalt unternommen, sondern diese teils sogar nocht unterstützt. Die Spannungen zwischen Muslimen und Buddhisten halten unterdessen weiter an. Erst vor wenigen Wochen kamen bei neuer religiös motivierter Gewalt 43 Menschen ums Leben.

Weiterführende Links:

Bericht von Human Rights Watch
EU-Sanktionsentscheidung 2012 (englischsprachiges pdf-Dokument)