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"Volksaktie" Bankia - für spanische Anleger ein Blutbad

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"Volksaktie" Bankia - für spanische Anleger ein Blutbad

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Mit einer Achterbahnfahrt haben die Aktien Spaniens verstaatlichtes Finanzinstitut Bankia ein neues Dasein an der Börse begonnen. Am Freitag war das Papier 17 Eurocent wert, dann wurden 100 Aktien zu einer gebündelt und kosteten am Montag kurz mal gut 17 Euro, fielen um neun Prozent – um sich dann um sechs Prozent zu erholen.

Im Mai wird erwartet, dass sich der Kurs nach einem Rekapitalisierungs-Plan bei einem Euro einpendelt.

Der Plan sieht eine Umwandlung von 6,5 Milliarden Euro Schulden in Aktien vor. Der Nominalwert einer Aktie wurde von 2 Euro auf 0,01 Euro gesenkt. Das ist der kleinstmögliche Wert.

Im Sommer 2011 war die Aktie an der Börse in Madrid mit einem Preis von 3,75 Euro gestartet. Hunderttausende spanische Kleinanleger griffen damals zu. Sie erlitten praktisch einen Totalausfall.

Bankia war Ende 2010 aus sieben spanischen Finanzinstituten entstanden und wurde wegen vieler fauler Immobilienkredite der größte Problemfall im spanischen Finanzsektor.

Mit Reuters