Eilmeldung

Eilmeldung

Boston-Attentäter droht Todesstrafe

Sie lesen gerade:

Boston-Attentäter droht Todesstrafe

Schriftgrösse Aa Aa

Genau eine Woche nach dem Bombenanschlag gedachten die Bewohner des US-Bundesstaates Massachusetts in einer Schweigeminute
der Opfer.

Auf den Punkt um 14.50 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt der ersten Explosion, stand das Leben dort für eine Minute still. Anschließend läuteten in ganz Massachusetts die Kirchenglocken.

Der überlebende mutmaßliche Attentäter des
Bombenanschlags von Boston ist unterdessen wegen des Gebrauchs von Massenvernichtungswaffen angeklagt worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Washington mitteilte, soll Dschochar Zarnajew für den Tod von drei Menschen und die Verletzungen von 200 weiteren Personen zur Verantwortung gezogen werden. Zuvor hatte das Weiße Haus erklärt, der 19-Jährige komme nicht vor ein Militärgericht, sondern bekomme ein Zivilverfahren.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney:
“Er wird nicht als feindlicher Kämpfer behandelt. Er wird sich vor einem Zivilgericht verantworten müssen, da gegen US-Bürger grundsätzlich nicht vor Militärgerichten verhandelt werden darf.”

Damit hat Zarnajew das Recht zu schweigen und einen Anwalt zu seinem ersten Verhör hinzuzuziehen. Vor Gericht droht Dschochar Zarnajew die Todesstrafe. Prozessbeginn soll am 30. Mai sein.

Zuvor war das erste der drei Bombenopfer beigesetzt worden. Hunderte Trauergäste verabschiedeten sich von der 29-jährigen Krystle Campbell. Sie war unter den Zuschauern, als die Sprengsätze kurz vor der Ziellinie detonierten.

Außer der jungen Frau starben ein achtjähriger Junge und eine chinesische Studentin.