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Frankreich billigt Gesetz zur Homo-Ehe
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Das Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe in Frankreich hat endgültig das Parlament passiert. 331 Abgeordnete stimmten in der Nationalversammlung für die Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare, 225 votierten dagegen, es gab zehn Enthaltungen.

Der Beschluss sieht die gleichgeschlechtliche Ehe vor sowie das Recht für Schwule und Lesben, Kinder zu adoptieren. Dass die Nationalversammlung für den Gesetzesentwurf der sozialistischen Regierung stimmen würde, galt im Vorfeld als sicher, da die Linke im französischen Unterhaus eine klare Mehrheit besitzt.

Die Gegner der Homo-Ehe, vor allem Kirchenvertreter, Konservative und Familienverbände kündigten an, ihre Demonstrationen fortzusetzen, die Oppositionspartei UMP legte gegen das Gesetz unmittelbar nach dessen Verabschiedung eine Verfassungsbeschwerde ein.

“Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Gesetzestext – sowohl formal als auch inhaltlich – auf der sicheren Seite sind”, sagt Bruno Leroux von den Sozialisten, “jetzt ist es am Verfassungsrat, darüber zu entscheiden, aber ich sehe dem gelassen entgegen.”

“Das Problem ist nicht, dass die Regierung ihre ganze Kraft aufgewendet hat, dieses Gesetz so schnell wie möglich durchzubringen. Es sind viel tiefere Ängste, die die Familien in unserem Land betreffen und bewegen, wie die künstliche Befruchtung”, so Laurent Wauquiez von der konservativen UMP.

Die Opposition befürchtet, dass nach der “Ehe für alle” auch das Recht auf künstliche Befruchtung oder der Einsatz von Leihmüttern kommt. Die Franzosen bleiben gespalten. Umfragen zufolge ist nur eine knappe Mehrheit der Bevölkerung für die Homo-Ehe, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wird mehrheitlich abgelehnt.

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