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Die europäischen Königshäuser in der Kritik

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Die europäischen Königshäuser in der Kritik

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Vergöttert oder verhasst? Der Rücktritt von Königin Beatrix in den Niederlanden, der Korruptionsskandal in Spanien und ein Baby für den englischen Thron: Die europäischen Königshäuser stehen zurzeit mehr denn je in der Öffentlichkeit.

Der englische Journalist und Starbiograf Andrew Morton ist heute zu Gast bei I talk und spricht über Imageprobleme, überhöhte Budgets und den Umgang mit den Medien der europäischen Monarchen.

Die niederländische Königin Beatrix beweist mit ihrem Rücktritt ihre Modernität, so Morton: “Königin Beatrix hat einen neuen Weg aufgezeigt: Ihr Rücktritt ist fortschrittlich. Sie zeigt, dass auch ein König oder eine Königin den Weg für die nächste Generation freimachen kann.”

Morton bestätigt, dass zumindest die spanische Öffentlichkeit Iñaki Urdangarin, den Schweigersohn von König Juan Carlos, bereits der Korruption schuldig befunden hat: “Der Beweis ist eindeutig: vor einigen Jahren noch lebten Prinzessin Christina und der Herzog von Palma noch sehr bescheiden. Aber als er die gemeinnützige Stiftung Instituto Nóos übernahm, konnten sie sich auf einmal einen kleinen Palast für 6 Millionen Euro leisten.”

Der Umgang mit den Medien hat sich im Vergleich zur vorherigen Generation von Monarchen heute geändert: “Prinz Charles und Lady Di haben wenig Prozesse geführt. Aber Prinz William nutzt das Recht auf Privatsphäre und die Gesetze, um zu verhindern, dass Fotos gedruckt werden, die er als einen Affront auf seine Privatsphäre sieht”, erklärt Morton.