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Theater satt bei der Frühjahrstour durch Europa

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Theater satt bei der Frühjahrstour durch Europa

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Schon seit 25 Jahren arbeiten Nationaltheater überall in Europa zusammen. Das ist ein Grund, zu feiern.
Die “European Theatre Convention”, die ETC, ist die größte europäische Organisation für Nationaltheater. Nun feiert die ETC Geburtstag – acht Städte in sieben europäischen Ländern machen mit bei der Frühjahrs-Tour. Sie startet am Stuttgarter Staatstheater.
Jede Stadt hat ihr eigenes Thema – es geht zum Beispiel um die Probleme und den Wettbewerb, dem die Nationaltheater ausgesetzt sind. In Stuttgart wird darüber diskutiert, welche Rolle das Theater in der Gesellschaft, besonders bei jungen Menschen, spielt.
Der Intendant des Stuttgarter Staatstheaters, Hasko Weber, sagt, dass es, ebenso wie vor hundert Jahren, schwer ist, junge Leute für das Theater zu begeistern. Die Zeiten waren anders, aber es war nicht per so, dass junge Menschen unbedingt in geschlossene Räume wollten um sich dort auf der Bühne eine Geschichte anzuschauen. Und diese kollektive und demokratische Form von Erlebnis, die gilt es immer wieder neu zu definieren und neu aufzuleben.
Bei der Tour dabei waren Theater-Fachleute, Journalisten und Künstler. Sie konnten sich über ihre Erfahrungen mit dem Theater-Business austauschen.
Unterwegs Richtung Karlsruhe. Wie kann Kindern und Jugendlichen das Theater nahe gebracht werden? Ein weiteres wichtiges Thema.
Jan Linders ist Schauspieldirektor am Staatstheater Karlsruhe. Er meint, dass es beim Theater um das gemeinsame Wahrnehmen von Fragen, um das Stellen von Fragen – und nicht unbedingt um das Beantworten geht; das kann das Theater immer noch leisten und das kann es immer wieder neu leisten. Es kann auch übrigens jedes Medium integrieren, das ist ja das Wunder des Theaters. Ich glaube nicht, dass das Theater irgendwie tot zu kriegen ist, nur weil es irgendwelche neue Medien gibt, so Linders weiter.
Nächster Halt: Zürich in der Schweiz. Eine moderne Inszenierung von Tennessee Williams` “Katze auf dem heißen Blechdach”.
Vor allem ältere Menschen kommen in die Nationaltheater, jüngeres Publikum findet sich kaum.
Wir erreichen die Stadt Prato in Italien, und sehen uns “Mit schöner Aussicht” von Ödön von Horvat an.
Beim Stop in Prato treffen wir den italienischen Regisseur Paolo Magelli. Er hat schon überall auf der Welt gearbeitet.
Für ihn ist das Theater ein Ort für Träume und ein Ort der Freiheit. Dort sind Utopien möglich. Wir müssen den Leuten klar machen, dass ihr Geist frei sein sollte, sagt Magelli.