Eilmeldung

Eilmeldung

Weltraummüll wird ein immer größeres Problem

Sie lesen gerade:

Weltraummüll wird ein immer größeres Problem

Schriftgrösse Aa Aa

Seitdem die Menschen das All erforschen, sammelt sich immer mehr Weltraummüll an. Bei etwa zwei Drittel der herumfliegenden Teile handelt es sich um ausgediente Weltraumobjekte. In der Erdumlaufbahn wurden mehr als 240 Explosionen und etwa zehn Kollisionen registriert.
2009 kollidierte der amerikanische Kommunikationssatellit Iridium-33 mit einem russischen Militärsatelliten.
Wissenschaftler schätzen dass mehr als 29 000 Teilchen, die größer als 10 Zentimeter sind, die Erde umkreisen. Dazu kommen noch Millionen von Kleinstteilchen. Jedes von ihnen kann an einer Raumsonde Schaden anrichten.
Heiner Klinkrad, Leiter des ESA-Büros für Weltraummüll erklärt, dass ein Ein-Zentimeter-Objekt eine typische Relativgeschwindigkeit von mehr als 50.000 km/h hat. Die sich entfaltende Energie wäre equivalent zu einer explodierenden Handgranate oder equivalent zu einem Mittelklassewagen, der mit 60 km/h in den Satelliten fährt. Den Effekt kann man sich vorstellen, so Heiner Klinkrad weiter.
Oberstes Ziel ist es, dem sogenannten “Kessler Syndrom” vorzubeugen, also dass wegen umherfliegender Trümmer die Raumfahrt unmöglich würde.
Die einzige Möglichkeit, dem Problem beizukommen, ist wirklich, in die Orbits zu gehen und große Massen aus den Orbits zu entfernen und zwar mit Raten von etwa fünf bis zehn großteiligen Objekten pro Jahr, erklärt Heiner Klinkrad. Dann kann man einigermaßen sicher sein, dass man die Umgebung in den Griff bekommt.
Derzeit erforscht unter anderem die ESA verschiedene Methoden. Helfen könnten möglicherweise Hochenergie-Laser, die von der Erde auf die Weltraumfragmente abgeschossen werden und sie zerstören.