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Zins-Krimi vor Sitzung der Europäischen Zentralbank

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Zins-Krimi vor Sitzung der Europäischen Zentralbank

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Seit Tagen fiebern die Finanzmärkte auf einen Termin hin: Donnerstag kommender Woche, Schauplatz Bratislava, Hauptstadt der Slowakei. Hier trifft sich der Rat der Europäischen Zentralbank zur Zinssitzung.

Und EZB-Vizechef Vitor Constancio hat durchblicken lassen, dass er angesichts des gedämpften Preisdrucks Spielraum für eine geldpolitische Lockerung sieht.

Und – senken die Zentralbanker den Zins-Daumen?

Jetzt ist auch die gute Laune der deutschen Wirtschaft von Euro-Schuldenkrise und politischem Chaos in
Italien gebeutelt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank im April zum zweiten Mal nacheinander und zwar ziemlich deutlich von 106,7 auf 104,4 Punkte.

Das ist mehr als die meisten Experten vom
wichtigsten Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft erwartet hatten. Für das Stimmungsbarometer befragt das ifo-Institut monatlich 7000 Firmen.

Rob Dobson, Chefvolkswirt beim Finanzinformations-Anbieter Markit:

“Die Euro-Zone schrumpft weiter, die Rezession ist noch nicht zuende. Wer auf eine Erholung zu Beginn des zweiten Quartals gehofft hat, kann seine Hoffnung nach diesen Zahlen so ziemlich begraben.”

“Die deutsche Konjunktur legt eine Verschnaufpause ein”, beruhigt ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen.

Andere Experten unken von einem Warnsignal für die exportlastige deutsche Wirtschaft.

Ein hoher Erwartungsdruck für die Währungshüter.
Viel Spielraum haben sie ohnehin nicht: Sie könnten den – niedrigen – Leitzins von 0,75 Prozent auf das Rekordtief von einem halben Prozent kappen.

Mit Reuters, dpa