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Merkel vor EZB-Zinsbeschluss: Zentralbanker haben es nicht leicht

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Merkel vor EZB-Zinsbeschluss: Zentralbanker haben es nicht leicht

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Natürlich will sich keiner in die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank einmischen. Aber “Geldpolitik ist keine Allzweckwaffe gegen jede Art ökonomischer Krankheit” verwahrte sich EZB-Direktor Jörg Asmussen.

Eine Woche vor der Zinssitzung des Rates der Europäischen Zentralbank drängeln viele auf niedrigere Zinsen – andere auf das Gegenteil.

“Die EZB sitzt in einer ganz schwierigen Situation”, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschen Sparkassentag in Dresden, “sie müsste für Deutschland im Augenblick die Zinsen im Grunde wahrscheinlich etwas erhöhen, aber sie müsste für andere Länder eigentlich noch mehr dafür tun, dass noch mehr Liquidität zur Verfügung gestellt wird und vor allem, dass diese Liquidität als Unternehmensfinanzierung ankommt.”

In Portugal oder Italien sei der Unternehmenskredit momentan zwei- bis dreimal so teuer wie in Deutschland. Viele Reformimpulse würden so aufgefressen, so die deutsche Bundeskanzlerin.

Zuvor hatten Angela Merkel und mehrere Regierungsmitglieder die EU-Sparpolitik verteidigt.

Die deutsche Wirtschaft dürfte sich allerdings langsamer als zunächst erwartet von der Konjunkturdelle im Winter erholen, so die jüngste Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) – mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von rund 0,3 – statt wie bisher angenommen 0,5 Prozent im ersten Quartal im Vergleich zu den letzten 3 Monaten 2012.

“Die kommenden Monate werden alles andere als einfach”, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn auf der Hauptversammlung.

Mit Reuters, dpa