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One-way Ticket zum Mars

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One-way Ticket zum Mars

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Es klingt nicht gerade verlockend: Zum Mars fliegen und nie wieder zurückkommen. Ein holländisches Unternehmen mit Namen Mars One hat einen Aufruf für Austronauten gestartet. Der Plan ist, vier Menschen 2023 auf den Mars zu schicken – ohne Rückkehr.

Wir suchen weltweit Leute, die sich vorstellen können, auf dem Mars zu wohnen, sagt Bas Lansdorp, Chef von Mars One bei einer Pressekonferenz.

Das größte Hindernis könnte das Geld sein: 4,6 Milliarden Euro soll das Vorhaben kosten. Mit verkauften Senderechten will sich das Unternehmen finanzieren – geplant ist so etwas wie eine Casting-Show im Fernsehen.

Unsere Experten werden entscheiden, wer gut genug ist, sagt Bas Lansdorp. Wenn wir aber eine Gruppe haben, die groß genug ist, werden wir die Zuschauer bitten, uns bei der Auswahl zu helfen. Wir glauben nämlich, dass diese Wahl wichtiger ist als jede Präsidentschaftswahl.

Stephan Günther, Fluglehrer in Deutschland, ist einer der Kandidaten. Für ihn ist es eine einmalige Gelegenheit.

Gesundheitlich, körperlich, mental bin ich fit, bin ich ready-to-go, sagt er. Was natürlich mir im Moment nicht klar ist, wie das Auswahlverfahren laufen wird. Das hängt von den Faktoren ab. Ich hoffe, dass meine Chancen groß sind, so Stephan Günther weiter.

Mars One rechnet mit einer Million Bewerbungen weltweit. Neben den hohen Kosten könnten auch andere Probleme die Mars-Mission zu Fall bringen. .

Adam Baker von der Kingston Universität, erklärt, wie schwierig so ein Unterfangen ist. Menschen mit Nahrung, Luft und allem, was sie für einen langen Aufenthalt brauchen werden, hochzuschicken, das ist eine riesige Herausforderung. Die Größe der Raketen, die wir dafür bräuchten, wäre kolossal, sagt er.

Fraglich ist auch, ob es ethisch vertretbar ist, Menschen ins All zu schicken – 225 Millionen Kilometer von zu Hause entfernt. .