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Russischer Regierungskritiker spricht von politischer Verfolgung

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Russischer Regierungskritiker spricht von politischer Verfolgung

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Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat den gegen ihn geführten Gerichtsprozess erneut als politisch motiviert bezeichnet. Der 36-Jährige sprach von einer illegalen politischen Verfolgung. Dem Regierungskritiker wird vorgeworfen, im Jahr 2009 einen staatlichen Holzbetrieb um umgerechnet 400 000 Euro geprellt zu haben. Im Falle einer Verurteilung wegen Untreue drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Nawalny beteuert seine Unschuld. Seinen Antrag, das Verfahren aufgrund von Formfehlern fallenzulassen, lehnte das Gericht in Kirow ab.

Der Jurist, der einen Internetblog betreibt, in dem er unter anderem Korruption anprangert und zu Protesten gegen Wladimir Putin aufrief, gilt als scharfzüngigster Kritiker des russischen Staatsoberhauptes. Zugleich äußerte er kürzlich, selbst das Präsidentenamt anzustreben.