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Spanien: Mit der Finanzkrise waren 15 Jahre Party zu Ende

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Spanien: Mit der Finanzkrise waren 15 Jahre Party zu Ende

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Eineinhalb Jahrzehnte hielt das spanische Wirtschaftswunder – dann war die Party zu Ende. Bauboom, Zuwanderung, Konsumwelle hatten für überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum gesorgt, bis 2007 die internationalen Finanzkrise daherkam. Im zweiten Quartal 2008 brach in Spanien die Rezession an. Jetzt kommen zu den Entlassenen des Bausektors die Eingesparten im Öffentlichen Dienst.

Inzwischen sind mehr als dreimal so viele Spanier ohne Arbeit wie vor sechs Jahren – 6,2 Millionen oder mehr als 27 Prozent. Unter den Jugendlichen ist der Anteil doppelt so hoch.

Thomas Costerg, Europa-Volkswirt, Standard Chartered:

“Ich meine, die Wirtschaft hat immer noch zu kämpfen. Die Baubranche besonders, die Immobilienpreise erholen sich einfach nicht – in krassem Gegensatz zu den USA.”

Jedenfalls sind das die deprimierendsten Werte seit der Ära des Diktators Franco und die endete Mitte der 1970er Jahre.
Und internationale Arbeitsmarktexperten machen wenig Hoffnung:

2012 hatten Industriestaaten und EU nicht geschafft, mehr als 17 Prozent ihrer Jugendlichen unter 25 Arbeit zu geben, so die Internationale Arbeitsorganisation ILO. Weltweit lag der Wert bei knapp 13 Prozent.

2015 dürften immer noch mehr als 23 Prozent der Spanier arbeitslos sein, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation ILO.

Mit Reuters, dpa