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Die Opfer von Boston: Wie weiterleben nach den Anschlägen?

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Die Opfer von Boston: Wie weiterleben nach den Anschlägen?

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Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, versuchen die Opfer, das Erlebte zu verarbeiten: An die 270 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt, als die Bomben an der Zielgeraden des Marathons hochgingen. Mindestens 50 von ihnen konnten nur durch Amputationen gerettet werden. Eine von ihnen ist Heather Abbott. Sie verlor bei den Anschlägen ihren linken Unterschenkel.

“Hätte mir jemand gesagt, ich hätte mit 38 Jahren ein Bein amputiert, dann hätte ich das niemals für möglich gehalten, ich wäre am Boden zerstört. Bis jetzt geht es mir den Umständen entsprechend gut, weil ich soviel Unterstützung bekomme,” meinte Abbott. Trotz des Schicksalsschlags zeigte sie sich tapfer: Sie habe bisher kaum einen Gedanken an die Täter verschwendet. Sie wisse noch nicht mal, wie man deren Namen ausspreche. Seit dem Anschlag habe sie den Fernseher nicht mehr angemacht. Es helfe ihr, das Geschehene zu verarbeiten. Sie konzentriere sich allein auf ihre Gesundheit.

Ein Fonds für die Opfer hat bisher 20 Millionen Dollar Spendengelder zusammengetragen. Doch manche Wunden lassen sich nicht mit Geld heilen.