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Korruptionsaffäre in Bosnien Herzegowina

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Korruptionsaffäre in Bosnien Herzegowina

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In einer Korruptionsaffäre sind der Präsident der Föderation Bosnien und Herzegowina sowie 19 weitere hochrangige Beamten festgenommen worden. Die Razzia im Büro von Zivko Budimir in Sarajewo und im Sitz der regionalen Regierung in Mostar war die größte Aktion dieser Art seit der Unabhängigkeit des Landes vor 20 Jahren. Die Verdächtigen sollen nun der Staatsanwaltschaft übergeben werden.

Lokalen Medien zufolge wird Budimir vorgeworfen, gegen Schmiergeld verurteilte Kriminelle begnadigt zu haben. Der Vizepräsident Mirsad Kebo kündigte an, dass nun die Begnadigungsfälle der vergangenen zwei Jahre unter die Lupe genommen werden müssen. Bosnien-Herzegowina ist eines der korruptesten Länder Europas. Im Korruptionsranking der Nichtregierungsorganisation Transparency International landet es auf Platz 72, gleichauf mit Italien.