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Skunk Anansie mal ohne Strom

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Skunk Anansie mal ohne Strom

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Seit 20 Jahren kennt man sie für harte Rockriffs, einen kräftigen Bass und politische Texte. An der Spitze steht eine der bekanntesten Frauen der Rockmusik – doch kürzlich gestand Skunk Anansie, nervös zu sein.

Vor einem “unplugged gig” in der Cadogan Hall in London sagte Frontfrau Skin, ein solcher Auftritt lasse einen Musiker völlig ungeschützt darstehen. Dies sei erschreckend und berauschend zugleich.

Skin: “Das jagt einem in vieler Hinsicht Angst ein, weil wir uns sonst gewissermaßen hinter Lichtern und der Show verstecken. Wir sind eine großartige Live-Band – ich stehe sozusagen nur auf der Bühne und singe sehr leise. Die Texte zeigen eine gewisse Verletzbarkeit. Die Worte und die Songs sind kunstvoll gestaltet. Das wird oft vergessen. Ein solcher ‘unplugged gig’ bringt diese Schönheit hervor. Diese Verletzbarkeit zeigt uns wirklich als Musiker. Wir können also beweisen, wie gut wir sind. Oder wie schlecht…”

Es ist fast zwei Jahrzehnte her, dass Skunk Anansie erstmals auftrat. Das war im März 1994 im Londoner Splash Club. Die ersten beiden Alben erreichten Mitte der 90er Jahre Platz acht und neun der UK-Charts. Nach einer Auszeit im Jahr 2001 kam man 2009 wieder zusammen. Und während die Liebe zur Musik in der Zwischenzeit nicht nachgelassen hat, sei die Welt mittlerweile eine andere.

Skin: “Heute – 10-15 Jahre später – scheint die Musikindustrie besessen von Nachwuchskünstlern zu sein. Das ist toll, ich mag diese Musik. Aber ich mag auch die alten Jazz-Künstler zum Beispiel. Die fehlende Variationsbreite ist heutzutage wohl das größte Problem. Wenn Sie anders sind, gehören Sie nicht dazu.”

Skunk Anansies bisher letztes Album “Black Traffic” erschien im September 2012.