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Wahl in Venezuela mit Nachspiel

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Wahl in Venezuela mit Nachspiel

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Nach seiner Wahlniederlage will Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles das Ergebnis anfechten. Er nannte die Prüfung der Präsidentschaftswahl durch die Wahlkommission eine Farce. Beweis seien zahlreiche Unregelmäßigkeiten, die er dokumentiert habe.

Sein Kontrahent Nicolas Maduro hatte den Urnengang mit knapp zwei Prozentpunkten Vorsprung gewonnen.

Capriles beschuldigte Maduro, sich den Wahlsieg erschlichen zu haben. Dieser solle sich nun vor dem Volk rechtfertigen.

Trotz der Proteste der Opposition legte Maduro, der politische Nachfolger von Langzeitpräsident Hugo Chávez, am Freitag seinen Amtseid ab und nahm die Regierungsgeschäfte auf. “Wir haben einen Amerikaner festgenommen, der gewaltbereite Gruppen unterstützte und wir werden ihn bald vor Gericht stellen. Das Gleiche wird mit allen Verdächtigen passieren, die in faschistische Gewalt gegen Venezuela involviert sind,” erklärte der Präsident eine der ersten Maßnahmen seiner Regierung.

Behörden in Venezuela zufolge soll der festgenommene Amerikaner oppositionelle Studenten finanziert haben, die nach dem knappen Wahlausgang protestierten. Ziel des 35-Jährigen sei es, das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Von der US-Botschaft gab es zunächst keine Stellungnahme.