Eilmeldung

Eilmeldung

Wettlauf gegen die Zeit in Bangladesch: Noch Überlebende unter den Trümmern

Sie lesen gerade:

Wettlauf gegen die Zeit in Bangladesch: Noch Überlebende unter den Trümmern

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Tage nach dem Einsturz eines maroden Fabrikgebäudes in Bangladesch haben die Retter noch Dutzende Überlebende in den Trümmern gefunden. In Hohlräumen im dritten Stock entdeckten sie rund 50 Menschen. Die Feuerwehr hofft, dass sie so schnell wie möglich befreit werden können. Viele der Verschütteten sind verletzt. Arbeiter bohrten Löcher in die Betonwände, um den Eingeschlossenen Wasserflaschen und Sauerstofftanks zu reichen.

Doch manchmal sind die Helfer machtlos. Ein Feuerwehrmann erzählt: “Im zweiten Stock steckte ein Mann fest. Altaf befand sich leider zwischen einem Pfeiler und einem Balken, auf dem das gazze Gewicht dieses neunstöckigen Gebäudes lastet. Wir konnten ihn nicht retten. Er befand sich in einem kritischen Zustand. Heute Nachmittag ist er gestorben.”

Bei dem Unglück wurden mehr als 300 Menschen getötet. Die Zahl der Opfer könnte jedoch noch steigen, da unklar ist, wieviele Textilarbeiter sich zum Zeitpunkt des Einsturzes in dem Gebäude befanden. Laut der Polizei ignorierte der Besitzer der Fabrik Risse in den Wänden. Wütende Angehörige forderten seine Festnahme und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.