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Ungewissheit über möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien

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Ungewissheit über möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien

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Hat Syriens Regierung ihre Gegner mit Chemiewaffen bekämpft? Es scheint möglich, ist aber weiterhin nicht klar. Die USA weisen darauf hin, dass es dazu Erkenntnisse der Geheimdienste gäbe – aber andererseits: Wasserdicht seien diese Erkenntnisse nicht; man müsse vorsichtig sein.

Es sei schon schrecklich genug, wenn Zivilisten mit Granaten beschossen und wahllos Menschen getötet würden, sagt Präsident Barack Obama, ebenfalls vorsichtig: Aber mögliche Massenvernichtungswaffen gegen Zivilisten einzusetzen,
das würde eine weitere völkerrechtliche Linie überschreiten und das Spiel dann völlig ändern.

Großbritannien spricht davon, es gebe dazu begrenzte, aber überzeugende Informationen. Trotzdem mahnt es im Fall Syrien zu Besonnenheit. Ein Truppeneinmarsch, wie zuvor in Irak oder Afghanistan, seien keine Lösung, sagt Regierungschef David Cameron. Man müsse vielmehr mit den Verbündeten zusammenarbeiten, um den verantwortungsbewussten Teil der Opposition zu unterstützen.

Die Proteste gegen Syriens Regierung haben sich innerhalb von gut zwei Jahren zu einem Bürgerkrieg entwickelt, in dem keine der beiden Seiten entscheidende Fortschritte macht. Auch die Weltgemeinschaft ist gespalten, wie sie mit der Lage in Syrien umgehen soll.