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Machtwechsel in Island: Mitte-Rechts-Lager gewinnt Wahl

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Machtwechsel in Island: Mitte-Rechts-Lager gewinnt Wahl

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Nach der Parlamentswahl in Island bereitet das Mitte-rechts-Lager Koalitionsgespräche vor. Nach Auszählung aller Stimmen kam die konservative Unabhängigskeitspartei von Bjarni Benediktsson auf rund 27 Prozent. Der frühere Fußballspieler wird wohl neuer Ministerpräsident Islands.

Zweitstärkste Kraft wurde die liberale Fortschrittspartei unter Sigmundur Davíð Gunnlaugsson. Zusammen kommen sie auf 38 der 63 Abgeordneten im isländischen Parlament.

Das Wahlergebnis ist eine klare Absage an die Mittelinks-Regierung. So verloren die Sozialdemokraten im Vergleich zur letzten Wahl mehr als die Hälfte der Stimmen. Der Sparkurs der letzten fünf Jahre wird für das schlechte Abschneiden verantwortlich gemacht.

Die Wahl bringt nun dieselben Parteien zurück an die Macht, die bis zum Bankenkollaps 2008 regierten.

Benedidiktsson kündigte an, die Beitrittsverhandlungen mit der EU abzubrechen. Ohne eine Mitgliedschaft würde Island wirtschaftlich besser dastehen, begründet er. Die Verhandlungen waren erst vor kurzem von der sozialdemokratischen Regierung eingeleitet worden.

Außerdem will die Unabhängigkeitspartei die Steuern senken. Die Fortschrittspartei macht sich für Hilfen für Privathaushalte stark, die besonders unter dem Bankenkollaps leiden.