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Nach Unglück von Bangladesch werden weiter Überlebende gesucht

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Nach Unglück von Bangladesch werden weiter Überlebende gesucht

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Die Wut sitzt tief bei vielen in Bangladesch: Nach dem Einsturz einer Textilfabrik und dem Tod Hunderter Menschen vor wenigen Tagen kommt es weiterhin zu Protesten und zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Zwei Manager und zwei Bauingenieure wurden inzwischen festgenommen, ebenso wie Verwandte des Gebäudebesitzers. Dadurch soll der Mann gezwungen werden, sich zu stellen; zur Zeit ist er auf der Flucht, nach ihm wird landesweit gesucht.

Mehr als 350 Menschen wurden nach bisherigen Angaben getötet, als das achtstöckige Gebäude in der Hauptstadt Dhaka einstürzte. Hunderte Menschen werden aber auch immer noch vermisst.

Insgesamt waren in der Fabrik zur Zeit des Einsturzes wohl etwa dreitausend Menschen, die allermeisten von ihnen junge Frauen. Laut Polizei
wurden die Beschäftigten noch zur Arbeit gezwungen, obwohl das Gebäude schon Risse zeigte.

Nach Behördenangaben waren die oberen Etagen illegal gebaut worden. Auch die Genehmigung für den niedrigeren Bau sei aber nicht von der eigentlich zuständigen Behörde gekommen. Außerdem war demnach in diesem Stadtteil gar kein Gewerbe erlaubt.

Auch weiterhin wird in den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Ein Mann hier hat gerade mit seiner Frau telefoniert, die irgendwo unter dem Schutt noch am Leben ist: Drei andere Frauen seien auch noch dort, sagt er, in der Nähe einer Toilette, sie seien am Leben.

Das Unglück lenkt die Aufmerksamkeit wieder auf die Arbeitsbedingungen, unter denen in Bangladesch billigste Kleidung vor allem für westliche Länder hergestellt wird. Das Land hängt aber wirtschaftlich fast völlig von diesen Textilexporten ab: Die Bekleidungsindustrie steht für knapp achtzig Prozent der Ausfuhren.