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Amoklauf: Angeschossener Polizist weiter in kritischem Zustand

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Amoklauf: Angeschossener Polizist weiter in kritischem Zustand

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Der Machtwechsel in Rom wird von einem Amoklauf überschattet. Vor dem Sitz des Ministerpräsidenten schoss ein 49-Jähriger um sich, er verletzte zwei Polizisten und eine Passantin zum Teil schwer.

Sicherheitskräfte überwältigten den Täter.

Der Mann gab später an, er hätte aus Hass auf Politiker gehandelt. Wie der neue Innenminister Angelino Alfano mitteilte, habe er nach ersten Erkenntenissen allein gehandelt.

Der Täter wollte offenbar durch die Hand eines Polizisten sterben.

Dem Bruder zufolge hatte der Mann vor kurzem seine Arbeit verloren und seine Ehe war zerbrochen. Er soll Spielschulden gehabt haben.

Der 49-Jährige ist weder einschlägig vorbestraft, noch hat er laut italienischen Zeitungsberichten Verbindungen zur Mafia.

Einen der beiden Polizisten verletzte er am Bein. Dessen Kollegen traf er am Hals, der Mann befindet sich weiter in kritischem Zustand.

Die zuständige Ärztin Amalia Allocca der Poliklinik Umberto I. erklärte, “Untersuchungen haben ergeben, dass die Kugel seine obere Wirbelsäule traf. Es werden noch weitere Ergebnisse abgewartet. Der Patient ist immer noch in kritischem Zustand.”

Der Tatort – der Regierungssitz Chigi – liegt etwa einen Kilometer vom Quirinalspalast des Präsidenten entfernt, der die Regierung gerade vereidigte.