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Brüssel bekämpft Bienensterben

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Brüssel bekämpft Bienensterben

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Zum Schutz der Bienen verbietet die EU bestimmte Pflanzenschutzmittel. Drei umstrittene Nervengifte für den Anbau von Sonnenblume, Mais, Raps und Baumwolle sollen vom ersten Dezember an untersagt werden. Die formale Entscheidung werde einige Wochen in Anspruch nehmen, so ein Sprecher der EU-Kommission, doch die politische Entscheidung sei gefallen. In der Landwirtschaft werden die Pestizide genutzt, um Saatmittel zu beizen und um sie auf diese Weise vor Schädlingen zu schützen. Die Gifte stehen jedoch im Verdacht, das seit langem beobachtete Bienensterben mit zu verursachen. Die Bienen aber sind für die Bestäubung der Pflanzen unerlässlich. “Die Pestizide beschädigen die sogenannten Neurotransmitter der Bienen”, erläutert eine Züchterin. “Die Bienen verlieren den Orientierungssinn, sie verirren sich und sterben.” Umweltschützer begrüßten den Beschluss, fordern aber weitere Verbote. “Wir kennen sieben Substanzen, die für Bienen und andere Bestäuber schädlich sind”, sagt ein Vertreter von Greenpeace. “Wir erwarten, dass die Kommission nicht nur drei Nervengifte sondern alle verbietet, deren Schädlichkeit wissenschaftlich erwiesen ist. Das Verbot der drei Pestizide wird zunächst auf zwei Jahre befristet.