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EU setzt sich für palästinensische Gefangene ein

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EU setzt sich für palästinensische Gefangene ein

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Demonstranten im Westjordanland verlangen immer wieder die Freilassung aller palästinensischen Häftlinge in Israel. Eine Delegation des Europäischen Parlaments, die an der Konferenz “Freiheit und Würde” in Ramallah teilnahm, schloss sich dieser
Forderung an.

Derzeit befinden sich Schätzungen zufolge mehr als 4.800 Palästinenser in israelischen Gefängnissen. Unter ihnen ist Marwan Barghouti, ein Anführer der Fatah. Seine Anwältin sagte: “In den vergangenen elf Jahren hat sich der europäische Standpunkt geändert. Es gab einen Wandel im Europäischen Parlament, in den Parlamenten europäischer Mitgliedsländer und in den Organisationen für Menschenrechte. Es ist eine positive Entwicklung.”

Barghouti verbüßt in Israel eine fünffache lebenslange Haftstrafe. Verurteilt wurde er wegen Mordes und Terrorismus. Der 53-Jährige hat starken Rückhalt in der Bevölkerung und Beobachter sehen ihn als möglichen Nachfolger von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Unser Korrespondent Mohamed Shaikhibrahim fasste zusammen: “Bemühungen auf lokaler Ebene sowie eine internationale Kampagne sind im Gang, um die palästinensischen Häftlinge gemäß des Genfer Abkommens zu befreien. Es ist auch ein Versuch, um die Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern wiederzubeleben, da die Gefangenenfrage immer noch ein Streitpunkt ist.”