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Regina Martinez: Mexikanische Journalisten klagen an

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Regina Martinez: Mexikanische Journalisten klagen an

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Es ist genau ein Jahr her, dass die mexikanische Journalistin Regina Martinez in ihrer Heimat Veracruz getötet wurde. Aus diesem Anlass versammelten sich dort und in Mexiko-Stadt Journalisten zu einem Protestmarsch. Sie glauben nicht, dass Martinez einem simplen Raubmord zum Opfer fiel, so wie es von offizieller Seite heißt.

Daniela Pastrana, Chefin der Journalistenvereinigung “Journalists on Foot”, redet Klartext:
“Die Ermittlungen in diesem Fall haben niemanden überzeugt. Aber so wird hier ermittelt. Deshalb werden 98 Prozent der Straftaten nicht aufgeklärt. Es ist unglaublich, wie die Ermittlungen durchgeführt und welche Ergebnisse uns dann präsentiert wurden.”

Es wird vermutet, dass Martinez ihre Recherchen zum Verhängnis wurden. Viele Journalisten in Mexiko, die Verbindungen des Staates zum organisierten Verbrechen auf der Spur waren, verschwanden oder kamen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten wurden seit 2006 13 Reporter wegen ihrer Tätigkeit getötet.