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Schütze von Rom wollte offenbar Politiker treffen

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Schütze von Rom wollte offenbar Politiker treffen

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Er habe Politiker treffen wollen, hat der Schütze von Rom den Ermittlern erklärt, aber keine in Reichweite gefunden. Der 49-jährige Arbeitslose aus Kalabrien hatte am Sonntag während der Vereidigung der neuen italienischen Regierung vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten in Rom mehrere Schüsse abgefeuert und zwei Polizisten und eine Passantin verletzt.

Der neue Regierungschef Enrico Letta besuchte noch am Sonntagabend den einen schwer verletzten Carabinieri im Krankenhaus. Er erklärte: “Wir stehen in enger Verbindung mit den Carabinieri, den Vollzugsbehörden und natürlich mit der Familie des Polizisten. Seine Tochter zeigt sich außerordentlich stark. Ich denke, wir müssen uns jetzt um die Familie kümmern und in Kontakt mit den Ermittlern bleiben. Wir müssen in diesem Moment alle unsere Pflicht erfüllen.”

Der Polizist wurde an der Wirbelsäule getroffen.

Nach bisherigem Ermittlungsstand handelte es sich um einen Einzeltäter, der nicht nur die Arbeitslosigkeit, sondern auch das Scheitern seiner Ehe zu verkraften hatte. Er habe den Polizisten mehrmals zugerufen, sie sollten auf ihn schießen. Laut Innenminister Angelino Alfano wollte er sich selbst töten, jedoch sei das Magazin seiner Pistole leer gewesen.