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Vorwurf Amtsmissbrauch: Ein Präsident hinter Gittern

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Vorwurf Amtsmissbrauch: Ein Präsident hinter Gittern

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Der Präsident der autonomen bosnisch-kroatischen Föderation muss für einen Monat ins Gefängnis. Zivko Budimir und vier weiteren Beamten wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Die Polizei nahm den bosnischen Präsidenten am Freitag fest. Regierungsgebäude und Privatwohnungen wurden durchsucht.

Budimir soll im Gegenzug für Begnadigungen Zahlungen angenommen haben.

Während seiner Amtszeit erhielt Budimir mehr als 400 Gnadengesuche, von denen er mehr als ein Drittel akzeptierte. Unter den Begnadigten sind auch Mitglieder, denen Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden.

Die Festnahmen sind Teil eines umfangreichen Einsatzes gegen das organisierte Verbrechen in Bosnien.

Bosnien-Herzegowina besteht seit Ende des Kriegs 1995 aus der Föderation Bosnien und Herzegowina sowie der Serbischen Republik. Beide Landesteile gelten als unabhängig und haben einen eigenen Präsidenten, eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament.