Eilmeldung

Eilmeldung

Bangladesch hält ausländische Bergungshilfe für unnötig

Sie lesen gerade:

Bangladesch hält ausländische Bergungshilfe für unnötig

Schriftgrösse Aa Aa

Die Regierung von Bangladesch hat sich gegen Kritik verteidigt, ausländische Hilfe bei der Rettung der Einsturzopfer in Dhaka abgelehnt zu haben. Die eigenen Rettungskräfte und -geräte reichten aus, erklärte der Innenminister. Unter anderem hatte die UNO Spezialeinheiten mit besonderen Kameras und Spürhunden angeboten.

Seit Montag werden die Trümmer des eingestürzten Gewerbegebäudes mit Kränen und schwerem Gerät weggeräumt, nachdem keine Hoffnung auf Überlebende mehr bestand.

Die Proteste aufgebrachter Familienangehöriger und Textilarbeiter reißen nicht ab. Auch an diesem Dienstag trieb die Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas Demonstranten auseinander, die die Todesstrafe für die Verantwortlichen forderten.

Der Besitzer des Gebäudes, der an der Grenze festgenommen worden war, wurde heute dem Richter vorgeführt. Er ist wegen Mordes angeklagt. Sein Vermögen und das weiterer Verantwortlicher wurde eingezogen. Zwei westlliche Textilunternehmen, die im Gebäude produzieren ließen, Primark und Loblaw, kündigten Entschädigungszahlungen für die Hinterbliebenen an, vor allem für die Waisen.