Eilmeldung

Eilmeldung

Spannungen im Westjordanland

Sie lesen gerade:

Spannungen im Westjordanland

Schriftgrösse Aa Aa

Israels Armee hat erstmals seit fast einem halben Jahr wieder gezielt einen militanten Palästinenser im Gazastreifen getötet.

Auch im Westjordanland brach neue Gewalt aus. Zum ersten Mal seit mehr als eineinhalb Jahren tötete ein Palästinenser einen israelischen Siedler. Der Täter schoss danach auf israelische Grenzpolizisten, die den Palästinenser festnahmen. Der Vorfall ereignete sich an einem Grenzübergang in der Nähe von Nablus.

Der Täter wurde mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

Die Familie versucht, eine Erklärung zu finden. Sein Bruder erinnert sich: Er habe von Ungerechtigkeit gesprochen. Die Lebensumstände seien hart, er sei frustriert gewesen, da er keine Arbeit hatte. Unterdrückung könne jeden Menschen zu den schlimmsten Taten treiben. Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien ebenfalls schwierig.

Nach der Tat verbrannten Israelis im Westjordanland die Felder von Palästinensern. Die Lage ist angespannt. Die israelische Armee bleibt in Alarmbereitschaft, um Eskalationen zu verhindern.

Euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim in der Nähe von Nablus: “Die Siedler sind wütend. Überall an den Grenzen im Westjordanland, die die palästinensischen Orte voneinander trennen, werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, um jede Form der Spannung zwischen beiden Seiten zu vermeiden.”