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"Teuer und ineffizient": Obama will endlich Guantánamo schließen

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"Teuer und ineffizient": Obama will endlich Guantánamo schließen

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US-Präsident Barack Obama will einen neuen Anlauf nehmen, um das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo in Kuba zu schließen. Das war schon ein Wahlversprechen vor seiner ersten Amtszeit, doch scheiterten seine Versuche am Widerstand im Kongress.

Seine Berater untersuchten nun alle Optionen, wie er das Ziel erreichen könne, erklärte er in Washington. “Guantánamo ist nicht notwendig, damit Amerika sicher bleibt. Es ist teuer, es ist ineffizient, es schadet unserem internationalen Ansehen. Es schwächt die Kooperation mit unseren Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus. Es ist auch ein Mittel zur
Rekrutierung von Extremisten. Es muss geschlossen
werden.”

Wegen des laufenden Hungerstreiks von gut hundert Gefangenen ist das Lager, das von Obamas Vorgänger George W. Bush eingerichtet wurde, derzeit wieder in den Blickpunkt gerückt. Einige Streikende werden zwangsernährt, was zusätzliche Kritik heraufbeschwört. Er wolle aber nicht, dass die Häftlinge stürben, verteidigte Obama die Maßnahme.